Rekordpreis bei Butter?

Das Premiumprodukt ist es wert!

Innerhalb eines halben Jahres ist der Preis für Butter von einem Rekord-Tief auf den höchsten Stand seit 15 Jahren geschnellt. Doch wer angesichts des gestiegenen Preises auf Butter verzichtet, versäumt so einiges, betonen die Landfrauen im Bayerischen Bauernverband. Denn Butter ist ein Naturprodukt mit unverwechselbarem Geschmack.

Im Gegensatz zu vielen „Ersatzprodukten“ ist Butter ein reines Naturprodukt. Für ein Päckchen Butter benötigt man circa  5 bis 6 Liter Milch. Das Prinzip ist einfach: Von der Milch wird der Rahm separiert und pasteurisiert. Bei der sogenannten Verbutterung wird vom Rahm die Buttermilch abgetrennt. Die übrig gebliebenen Butterkörner werden zu Butterstücken geformt und abgepackt.

„Pflanzliche Margarinen sind meist hochverarbeitete Produkte, oft mit langen Zutatenlisten. Bei der Herstellung werden zum Teil zahlreiche Zusatzstoffe wie Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Aromen oder Farbstoffe verwendet. Oft sind sie auch mit Vitaminen angereichert, die Butter von Natur aus enthält“, sagt Judith Renk, Ökotrophologin und Referentin im Bayerischen Bauernverband.
 
Landfrauen setzen auf das natürliche Milchprodukt

Doch auch aus Geschmacksgründen lohne es sich, auf Butter zu setzen, sagt Maria Reichenspurner, Konditorin und Landfrau aus Unterneukirchen im Landkreis Altötting mit eigenem Hofcafé. „Viele meinen, sie können Kalorien sparen, indem sie andere Fette verwenden. Meine Antwort dazu: Leisten Sie sich geschmackliche Qualität und essen Sie lieber ein Stück weniger.“ Vor allem bei Plätzchen, Streuselkuchen oder Prinzregententorte sei Butter für sie unverzichtbar.

Butter besteht zu gut 80 % aus Fett und zu rund 15 % aus Wasser. Außerdem enthält sie geringe Mengen Milcheiweiß und liefert fettlösliche Vitamine. Im Handel können auch Butterfette mit reduziertem Fettanteil und höherem Wasseranteil wie Halbfett- oder Dreiviertelfettbutter erworben werden. Hier ist der Zusatz von Speisegelatine erlaubt. Die Handelsklasse „Deutsche Markenbutter“ ist die qualitativ hochwertigste in Bezug auf Sensorik, Wasserverteilung und Streichfähigkeit. Laut Butterverordnung darf diese nur unmittelbar aus pasteurisierter Sahne hergestellt werden.
 

Streuselkuchen mit Obst
Rezept von Maria Reichenspurner aus Unterneukirchen, Konditorin,  Bäuerin und Inhaberin des Hofcafé Untergünzl

Rührteig:
150 g weiche Butter
120 g Zucker
3 Eier
200 g Mehl
2 Teelöffel Backpulver
Butter mit Zucker schaumig rühren, Eier nach und nach zugeben, Mehl und Backpulver unterrühren. Teig in eine Springform streichen und mit Obst der Saison belegen.

Streusel:
100 g sehr weiche Butter
100 g Zucker
200 g Mehl
Alle Zutaten verkneten, krümeln und über das Obst streuen. Kuchen bei ca. 180°C circa 35 - 40 Minuten backen.
 
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